Birkenbaum

Birke (Hänge-/Weißbirke)

Betula pendula

Der Baum:

Obwohl die Birke zu den Pionierbäumen gehört, kann sie bis zu 100 Jahre alt werden. Die 20-30m hohen Bäume haben eine typische weiße, quergestreifte und warzige Rinde. Im unteren Drittel ist die Borke wesentlich dunkler und gröber strukturiert.

Die Birke ist ein Baum der vielen bekannt ist. Vor allem in Nord- und Mitteleuropa ist sie häufig anzutreffen, im Süden bevorzugt sie die höheren Lagen.

Das Birkenholz:

Das Holz der Birke ist hell und mittelhart, mit einem typischen Schimmer und vereinzelten dunklen, länglichen Flecken (Rindeneinschlüsse). Verwendung findet das Birkenholz nicht nur für Möbel, sondern auch für Fußböden, als Sperrholz und in der Drechslerei.

Die typisch weiße Rinde der Birke lässt sich oft gut in Querstreifen abziehen. Sie ist auch im feuchten Zustand gut brennbar und eigenet sich daher gut als Anzüder für Kamin- und Lagerfeuer.

Achtung: Nur von abgestorbenen Bäumen Rinde sammeln!

Volksheilkundliche Verwendung der Birke:

Jetzt im Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt für eine Frühjahrskur mit Tee aus jungen Birkenblättern. Dieser regt die Wasserausscheidung an, wirkt blutreinigend und stoffwechselanregend. Hierfür die Blätter gleich nach dem Austrieb sammeln (ca. 3 Wochen lange, solange die Blätter noch leicht klebrig sind). Besonders viele Inhaltsstoffe stecken in den Knospen – bis Ende März immer wieder Birkenknospen zu essen hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Birkensamen
Eiche

Eiche

Quercus sp.

Die Eiche ist ein robuster und beständiger Baum. Tief verwurzelt und mit eingelagerter Gerbsäure geschützt werden einzelne Exemplare bis zu 1000 Jahre alt. Die bei uns am häufigsten Arten, die Trauben- und die Stieleiche werden 40 bzw. 45 m hoch.

Das Holz der Eiche ist nach der eingewanderten Robinie das witterungsbeständigste Holz Mitteleuropas. Vor allem im Bodenkontakt ist es weitaus haltbarer als z.B. die Lärche. Doch nicht nur im Außenbereich, auch als Möbelholz und für Fußböden findet die Eiche häufig Anwendung. Durch ihre Härte und ihre markante, etwas herbe aber doch elegante Struktur, ist Eichenholz für viele Anwendungen geeignet.

Eichenholz hat eine lange Tradition in der Fassbinderei. Es macht aus Rotwein edlen Barriquewein und lässt Cognac zu seiner Vollkommenheit reifen.

In der Volksmedizin wird Eichenrinde verwendet, als Tee oder als Sitzbad. Durch die enthaltene Gerbsäure wird der Rinde eine entzündungshemmende, desinfizierende und zusammenziehende Wirkung zugeschrieben.

Eichenfässer
Fichte

Fichte

Picea abies

Die Fichte ist der häufigste Baum Europas und auch Österreichs. Sie wird bis zu 600 Jahre alt und 20-55m hoch. Als Flachwurzler steht sie kaum in Konkurrenz zu anderen Bäumen. In der Volksmedizin werden vor allem ihre jungen Triebspitzen, die „Wipferl“ angewendet, ihnen wird eine immunstärkende Wirkung zugeschrieben.

Durch das große Vorkommen ist Fichtenholz relativ günstig. Trotzdem weist das Holz gute Eigenschaften auf und wird am Bau und in der Tischlerei bis hin zum Instrumentenbau gerne verwendet. Fichtenholz ist durch seine mittlere Härte gut bearbeitbar, auch mit Handwerkzeugen und trotzdem belastbar. Optisch ist es eher hell, weiß bis gelblich, und bis auf ein paar fest eingewachsene Äste eher unauffällig. Es lassen sich durch den großen Härteunterschied zwischen den Jahresringen schöne Effekte durch brennen, bürsten oder mit Farben erzielen.

Durch seine gute Bearbeitbarkeit ist Fichtenholz das Standardmaterial bei den meisten Kursen im Holzatelier. Auf Wunsch stehen auch andere Holzarten zur Verfügung.

Fichtenbretter alt